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Das „Zentrum für Ethnische Ökonomie (ZEÖ)“ soll Zusammenhalt und kulturelle Vielfalt stärken

Die kulturelle Vielfalt wächst, die Individualisierung von Lebensstilen ebenfalls. Dies nimmt der Rat der Stadt zum Anlass, das „Zentrum für Ethnische Ökonomie (ZEÖ)“ weiter zu denken. Mit der Sitzung am Dienstag, 9. November, hat die Verwaltungsspitze den Sachstandsbericht zum Thema „Zentrum für Ethnische Ökonomie“ zur Kenntnis genommen und die Vorlage an die politischen Gremien weitergeleitet.

ZEÖ – Für wen ist das?

Gerade Kleinstunternehmen im nördlichen Teil Dortmund werden von Menschen mit Migrationshintergrund geführt. Speziell solche Unternehmen sollen das Unterstützungsprogramm ZEÖ nutzen können. Es soll die Entwicklung eines nachhaltingen und kultursensbilen Beratungsangebots auf kommunaler Ebene werden.

Die für das Zentrum verantwortlichen Aktiven des Projektes “nordwärts“ wollen über soziale Innovationen neue Arten der Kommunikation, Beteiligung, Vernetzung und Kooperation entwickeln und neue Formate hierzu konzipieren und anbieten. Gemeinsames Ziel von Politik und Verwaltung ist es, die nur bedingt vorhandenen Strukturen in der ethnischen lokalen Unternehmenswelt weiterzuentwickeln, zu stärken und eine Vernetzung mit Unternehmer*innen der Aufnahmegesellschaft zu organisieren und zu fördern. Große Unterstützung bei der Gewinnung neuer Projektpartner*innen sowie der inhaltlichen (Weiter-) Qualifizierung des Projektes erhält das Zentrum schon jetzt durch einen namenhaft besetzten Beirat.

ZEÖ soll Vermittler zwischen Behörde und Unternehmer werden

Im Sinne einer zielgruppenorientierten und vor allem kultursensiblen Beratung und Informationsbereitstellung auf Augenhöhe sollen oftmals fehlende Kenntnisse zum Umgang mit rechtlichen Anforderungen und systemischen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit einer Unternehmensführung vermittelt werden.

Das „Zentrum für Ethnische Ökonomie“ versteht sich als Schnittstelle, Vermittler und Lotse zwischen Zivilgesellschaft und der Verwaltung. Dabei richtet sich das Angebot im Speziellen an Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitenden der ethnischen Ökonomie und hat auch die Vermittlung zu bestehenden Beratungsangeboten der Wirtschaftsförderung, der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, der Handwerkskammer und anderen Institutionen zum Ziel.

Gleichzeitig wird durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit die ethnische, unternehmerische Vielfalt sichtbar gemacht.

Schulungen und Weiterbildungen sollen die Unternehmensführung fördern

Schon 317 Unternehmer*innen mit Zuwanderungshintergrund wurden beraten und begleitet, indem Businesspläne miterarbeitet, geschärft oder angepasst wurden, die Beantragung erforderlicher Genehmigungen begleitet, die Notwendigkeit rechtlicher Erfordernisse erklärt und die „richtigen“ Ansprechpartner*innen vermittelt wurden. Alleine im Jahr 2021 konnten zwanzig Gewerbeanmeldungen erfolgreich durchgeführt werden. Zwei Einzelhandelsunternehmen konnten mit Hilfe des Beratungsangebotes zu Kapitalgesellschaften expandieren.

Schon bald geht eine Internetseite mit allen relevanten Informationen, Ansprechpartner*innen etc. online. Ab 3. Januar 2022 können Beratungssuchende persönlich am neuen Standort in der Carl-Holtschneider-Straße 14 mit den Mitarbeitenden ein Gespräch führen.