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Neuer Lebensraum auf dem ehemaligen HSP-Gelände

Im Herzen der Stadt Dortmund soll auf dem rund 52 Hektar großen Areal der ehemaligen Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) zwischen Unionviertel, Dorstfeld, Huckarde und dem Hafen ein neues urbanes und nachhaltiges Stadtquartier entstehen. In enger Abstimmung mit der Thelen Gruppe als Eigentümerin und Investorin möchte die Stadt Dortmund in den kommenden Jahren zusammen mit weiteren Partner*innen das Projekt SMART RHINO entwickeln und die seit 2016 brachliegende Industriefläche wieder (für die Allgemeinheit) nutzbar machen.

Ziel ist es, ein grünes und nahezu CO2-neutrales sowie digital vernetztes Quartier zu entwickeln, das attraktive Freizeit-, Bildungs- und Nutzungsmöglich­keiten für alle Generationen bereithält. Modellhaft soll hier aufgezeigt werden, wie sich Wohnen und Arbeiten, Lernen und Forschen, Freizeit und Kultur sowie klimagerechte Stadtentwicklung miteinander verbinden lassen. Durch eine hohe Aufenthaltsqualität, kurze Wege und vielfältig nutzbare Raumangebote soll ein modernes Quartier sowohl für alteingesessene als auch Neu-Dortmunder*innen geschaffen werden.

Ein neuer Standort für die Fachhochschule Dortmund

SMART RHINO soll zudem die neue Heimat für den Zukunftscampus der Fachhochschule Dortmund werden. Durch die Zusammenführung von bisher vier im Stadtgebiet verteilten Standorten soll die Möglichkeit genutzt werden, innovative Lehr- und Wissenschaftskonzepte in einem zu­kunftsorientierten Hochschulmodell für bis zu 20.000 Studierende um­zusetzen. Eine enge, auch räumli­che Verflechtung von Forschung, Wissenschaft und Produktion auf SMART RHINO soll der Gründer- und Innovationsszene Auftrieb verleihen.

Im Zuge der neuen Quartiersentwicklung ergibt sich zudem die seltene Chance, Mobilität nicht nur zukunfts­orientiert zu denken, sondern nachhaltige Mobilitätskonzepte in einem nahezu autofreien Quartier direkt in die Umsetzung zu bringen. Auch die Integration intelligenter Energiekonzepte spielt eine wichtige Rolle, damit SMART RHINO ein innovativer Bestandteil der Smart City Dortmund wird.

Zukunft wagen – Identität bewahren

Trotz oder gerade wegen der Innovationskraft des neuen Quartiers gilt es die Wurzeln des Standorts und der Menschen in der Nachbarschaft und Umgebung nicht zu vergessen. Die hundert­jährige Walzendreherei, das Emscherschlösschen und die Feldherrenhalle bleiben daher als baukulturelles Erbe erhalten und werden wieder nutzbar gemacht. Ziel ist es, die Kulturdenkmäler mit der innovativen Neubaulandschaft zu verzahnen und dabei die Zukunftsfähigkeit der Baudenkmäler unter Beweis zu stellen.

Aufschwung auch für die Nachbarschaft

Damit auch die umliegenden Quartiere von den angestrebten Entwicklungen rund um SMART RHINO profitieren können, erarbeitet die Stadt Dortmund unter Federführung des Amtes für Stadterneuerung derzeit ein Integriertes Stadterneuerungskonzept für das Umfeld der HSP-Fläche. Dieses erleichtert die Steuerung zukünftiger Entwicklungsprozesse und bildet die Grundlage für das Einwerben öffentlicher Fördergelder.

Innovative Partizipation mit Modellcharakter

Alle Projektpartner*innen sind sich einig, dass die Gestaltung der „Stadt von Morgen“ auch das Mitdenken der Stadtgesellschaft von heute erfordert. SMART RHINO bietet daher mit verschiedenen Formaten den Raum für aktive Bürger*innenbeteiligung, um eine Anpassung der Quartiersentwicklung an die lokalen Bedürfnisse zu ermöglichen. RHINOvous, RHINOForum und RHINOtopia sollen als Partizipations­formate zur Adresse für Austausch und Erprobung neuer Konzepte und Ideen werden. Durch die Verknüpfung digitaler und analoger Formate soll zudem Partizipation mit Modellcharakter er­probt werden. Weitere Informationen zu konkreten Beteiligungsmöglichkeiten erhalten Sie demnächst hier. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!

Möglichmacher*innen

Im Zusammenschluss von Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft plant die THELEN Gruppe als Investorin gemeinsam mit der Stadt Dortmund, der Fachhochschule Dortmund und der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund seit 2017 das Entwicklungsprojekt SMART RHINO.

Häufig gestellte Fragen

Was verbirgt sich hinter der Projektidee SMART RHINO?

SMART RHINO ist ein Stadtentwicklungsprojekt in dem eine ehemals industriell genutzte Fläche zu einem neuen urbanen Quartier umgebaut wird: digital, energieeffizient, grün, nachhaltig und anpassungsfähig. Der Zukunftscampus der Fachhochschule Dortmund soll ein Kernelement der Entwicklung sein.

Wieso heißt das Projekt „SMART RHINO“?

Um diese Frage zu beantworten ist es sinnvoll, die Begriffe „Smart“ und „Rhino“ einzeln zu betrachten. „Smart“ steht hier für: effizient, technologisch fortschrittlich, grün und sozialverträglich. „Rhino“ steht für das „Dortmunder“ geflügelte Nashorn, welches ursprünglich für das Dortmunder Konzerthaus als Logo entwickelt wurde. Heutzutage ist das Nashorn das inoffizielle Wappentier der Stadt Dortmund und ist an zahlreichen Orten in der Stadt zu finden.

Was sind die Meilensteine/Etappen der Projektentwicklung?

Auf welcher Fläche soll das Projekt SMART RHINO umgesetzt werden und wie groß ist sie?

Das Projekt SMART RHINO wird auf dem ehemaligen Areal der Hoesch Spundwand und Profil GmbH, kurz HSP, umgesetzt. Das Gebiet befindet sich nördlich der Rheinischen Straße im Stadtbezirk Innenstadt-West. Die Fläche liegt seit dem Jahr 2016 brach und umfasst eine Größe von ca. 52 Hektar.

Werden die Denkmäler auf dem Gelände erhalten?

Es wird angestrebt, die als denkmalwürdig eingeschätzten Gebäude Feldherrnhalle, Emscherschlösschen und Walzendreherei zu erhalten und diese im Rahmen der Projektentwicklung neuen Nutzungen zuzuführen. Auch die Platanenallee bleibt erhalten.

Wie viele Wohnungen entstehen auf SMART RHINO?

Das vorhandene, rechtlich unverbindliche Strukturkonzept sieht vor, auf der Fläche ca. 1.400 Wohnungen zu errichten. Mindestens ein Viertel davon öffentlich gefördert, so dass ein breiter Wohnungsmix entstehen wird.

Wird es Grünflächen auf SMART RHINO geben?

Das vorhandene, rechtlich unverbindliche Strukturkonzept sieht einen Grünflächenanteil von 36 % vor.

Wie sieht die Energieversorgung in dem neuen Quartier aus?

SMART RHINO soll ein möglichst CO2 neutrales Quartier werden. Hierzu bedarf es eines nachhaltigen Energiekonzeptes, basierend auf Autarkie, Modularität, Sektorkopplung, Nutzung der Abwärme aus dem Kanalsystem und grünem Wasserstoff als emissionsfreier Energieträger.

Wie wird der Verkehr auf SMART RHINO aussehen?

Das Mobilitätskonzept setzt seinem Fokus auf die Stärkung des Umweltverbunds und das schrittweise Testen autonomer Konzepte. Ziel ist es, ein nahezu autofreies neues Quartier zu entwickeln.

Was passiert aktuell auf der Fläche?

Der Rückbau der ehemaligen Hoesch Spundwand Werksanlagen durch die TID Thelen Industrial Demolition GmbH ist weitgehend abgeschlossen. Davon ausgenommen sind die denkmalwürdigen und erhaltenswerten Gebäude Feldherrnhalle, Emscherschlösschen und Walzendreherei (s. Machbarkeitsstudie S. 54).

Wie ist der Stand der Projektentwicklung?

Derzeit (Stand: November 2021) stehen die für die Umsetzung erforderlichen landespolitischen Entscheidungen bezüglich der Standortverlagerung der Fachhochschule Dortmund auf die Fläche von SMART RHINO noch aus. Aktuell finden intensive Gespräche zwischen den beteiligten Akteuren statt. Mit einer Entscheidung ist zu Jahresbeginn 2022 zu rechnen. Sobald ein verbindlicher Beschluss zur Standortentwicklung vorliegt, wird der Entwicklungsprozess mit einem informellen Beteiligungsverfahren und einem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerb fortgeführt.

Akteure
Wer ist der Investor und Projektentwickler?

Investor und Eigentümer der Fläche ist die Thelen Gruppe, ein Familienunternehmen mit Hauptsitz in Essen. Die Thelen Gruppe wird die Fläche kooperativ mit der Stadt Dortmund und weitere Akteuren entwickeln.

Welche weiteren Akteure sind an der Planung des Projekts beteiligt?

Neben der Thelen Gruppe sind die Stadt Dortmund mit dem Dezernat für Umwelt, Planen und Wohnen (6 Dez), die Koordinierungsstelle “nordwärts“ aus dem Amt des Bürgermeisters und des Rates der Stadt Dortmund, die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, die Fachhochschule Dortmund und das Land Nordrhein-Westfalen an der Planung und Entwicklung beteiligt.

Was verbirgt sich hinter dem Projekt ``nordwärts``?

Das Projekt bzw. die Koordinierungsstelle “nordwärts“ ist nach dem erfolgten Ratsbeschluss seit dem Jahr 2015 aktiv und endet nach 10 Jahren Laufzeit im Jahr 2025. “nordwärts“ fokussiert den gesellschaftlichen Wandel, die Stärkung der Lebensqualität und die lokale Wirtschaftskraft in den sieben nördlichen Stadtbezirken, ohne dabei den Blick für das große Ganze, die Gesamtstadt Dortmund zu verlieren. SMART RHINO ist das “nordwärts“-Teilprojekt 497 und somit eines von insgesamt über 200 Teilprojekten. Das “nordwärts“-Team begleitet das Projekt koordinierend, unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit und ist verantwortlich für die Konzeption und Durchführung des informellen Beteiligungsverfahrens.

Was sind die Aktivitäten der Stadt Dortmund und des Dezernates für Umwelt, Planen und Wohnen (6 Dez) sowie der Fachbereiche?

Die Entwicklung von SMART RHINO ist eines der größten städtebaulichen Entwicklungsprojekte Dortmunds. Die Projektrealisierung ist nur im engen Schulterschluss mit den Beteiligten erfolgreich.
Das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt hat zusammen mit den relevanten Fachbereichen der Stadt Dortmund sowie dem Investor und beauftragter Gutachter eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, die grundlegende Basisinformationen geliefert hat. In der Folge sind zur Vorbereitung der planungs- und bauordnungsrechtlichen Umsetzbarkeit des Projektes detaillierende Untersuchungen erforderlich. Die Durchführung und Betreuung von Bauleitplanverfahren und deren formeller Öffentlichkeitsbeteiligung liegt im Aufgabenbereich des Stadtplanungsamtes. Auch die Vorbereitung und Begleitung des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerbs erfolgt zusammen mit den Projektpartnern durch das Stadtplanungsamt.

Welche Rolle spielt die IHK zu Dortmund?

Die IHK zu Dortmund vertritt die Belange der gewerblichen Wirtschaft. Sie trägt dazu bei, unternehmerisches Know-How und Kapital zu mobilisieren. Sie unterstützt digitale Innovationen und den Wissenstransfer in Wirtschaftsunternehmen und Gesellschaft. Ihr Anliegen ist ein positives Investitionsklima zu schaffen und sowohl auf städtischer als auch auf regionaler Ebene zu unterstützen. SMART RHINO bietet das konkrete Betätigungsfeld für die IHK zur Unterstützung des Transformationsprozesses. Die IHK wird im weiteren Projektverlauf, auch aufgrund ihrer Nähe zur gewerblichen Wirtschaft in der Region, auch ihre Kompetenzen in den Auf- und Ausbau der sogenannten Science-Factories einbringen. Damit profitiert das Projekt von über 30 Jahren Erfahrung der IHK mit Blick auf moderne innovationsorientierte Standortentwicklung.

Welche Rolle spielt die Fachhochschule Dortmund?

Einen innovativen Impuls verspricht die Einbindung und Zentralisierung der Fachhochschule Dortmund im Projekt SMART RHINO. Für die Fachhochschule ist SMART RHINO die große Chance, einen neuen Typus Hochschule zu realisieren und Fachbereiche zu vernetzen bei gleichzeitiger Konzentration auf einen Standort.

Welche Rolle spielt das Land NRW?

SMART RHINO hat Strahlkraft über die kommunalen Grenzen hinaus und trägt dazu bei, das Ruhrgebiet als Metropolregion in die Zukunft zu führen: wettbewerbsfähig und lebenswert im digitalen Zeitalter. Der Leitgedanke, dies in enger Zusammenarbeit vieler Akteure zu entwickeln, wird mit dem Projekt SMART RHINO umgesetzt. Die Bezüge zu den landespolitischen Leitprojekten Smart City, Ruhr Konferenz und IGA 2027 sind konkret.

SMART RHINO im Kontext anderer Großprojekte 
Welche Rolle spielt die IGA 2027 im Kontext von SMART RHINO?

Die Stadt Dortmund ist neben weiteren Ruhrgebietsstädten Bestandteil der Internationalen Gartenausstellung 2027. Beginnend am Phoenix See, über die Innenstadt Richtung Norden entsteht entlang der renaturierten Emscher ein Entwicklungsband „Emscher nordwärts“ mit nachhaltigen und innovativen Beispielen und Angebote für Wohnen, Gewerbe und Freizeit. SMART RHINO liegt inmitten dieses Bandes und wird hierbei Schaufenster für nachhaltige, smarte und innovative Stadtentwicklung sein. Weitere Informationen sind hier zu finden:
https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/planen_bauen_wohnen/stadterneuerung/iga_2027/iga_2027_startseite/index.html

Beteiligungskonzept
Von wem wird die Bürger*innen- und Akteursbeteiligung organisiert und durchgeführt?

Mit seiner Entscheidung vom 18. Juni 2020 hat der Rat der Stadt Dortmund die Koordinierungsstelle “nordwärts“ damit beauftragt, das informelle Beteiligungskonzept für das Zukunftsprojekt SMART RHINO auf dem ehemaligen Gelände der Hoesch Spundwand und Profil GmbH, gemeinsam und in Abstimmung mit den Bürger*innen, interessierten Akteuren der Stadtgesellschaft, der Verwaltung sowie der Thelen Gruppe als Investor weiterzuentwickeln und umzusetzen.

Wann wird die Bürger*innen- und Akteursbeteiligung starten?

Das Konzept sieht vor Beteiligung und Mitgestaltung in den drei Formaten „RHINOvous“, „RHINOforum“ und „RHINOtopia“ zu ermöglichen. „RHINOvous“ verfolgt hierbei das Ziel, den Entwicklungsprozess durch digitale und analoge Begegnungsmöglichkeiten an transparent und greifbar darzustellen. Im „RHINOforum“ soll es vordergründig um den inhaltlichen und themenbezogenen Austausch zwischen Bürger*innen und Fachleuten sowie weiteren Akteursgruppen gehen. Mit „RHINOtopia“ soll ein Zukunftsort entstehen, der zugleich die Möglichkeit des Erprobens und des Ausstellens bietet, aber auch ausreichend Raum für Begegnung und Austausch schafft.

Welche Inhalte sind in dem Konzept zur informellen Beteiligung enthalten? Welche Möglichkeiten der Mitwirkung & Beteiligung wird es für Interessierte geben?

Die Beteiligung wird starten, sobald auf landespolitischer Ebene grundlegende Entscheidungen zur Entwicklung der Fläche getroffen werden – dies betrifft insbesondere die Entscheidung für oder gegen die Zentralisierung der Fachhochschule Dortmund am Standort SMART RHINO.

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